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Der Mann im Mond ist tot. Neil Armstrong starb im Alter von 82 Jahren
25. August 2012

Die Menschen, die mal als Symbol für unsere Zukunft galten, werden langsam zur Vergangenheit. Jetzt ist Neil Armstrong gestorben. Er war Ingenieur, besaß seinen Pilotenschein, bevor er einen Autoführerschein hatte, zeichnete sich im Korea-Krieg dadurch aus, dass er auch unter starkem Beschuss einen klaren Kopf behielt und dann gelang ihm das Unglaubliche: er wagte das Risiko und stand als erster Mann auf dem Mond. Damit gehört er zu den ganz wenigen Menschen, die eines der letzten Abenteuer der Menschheit bestanden haben: den Weltraum in friedlicher Absicht zu erschließen.

Dabei wurde der Anlass von anderen nicht ganz so friedlich gesehen. Armstrongs Liebe und Leidenschaft zum Fliegen und zum Betreten von Neuland wurde zum Meilenstein im Wettkampf des Kalten Krieges. Was für ihn ein prägendes, persönliches Erlebnis war, wurde uns von den Marketingstrategen der US-Regierung als Sieg über das kommunistische System verkauft.

Bei aller politischen und historischen Dimension vergessen wir Tastronauten nicht, welche emotionalen Eindrücke und welche Inspiration eine solche Mondlandung mit sich bringt. Das Wagnis eines Raumfluges unter den damaligen Bedingungen, einen fremden Himmelskörper zu betreten, auf dem Mond zu stehen, der uns schon seit Anfang allem menschlichen Lebens begleitet und prägt und von dort aus nicht nur den Aufgang der Sonne zu sehen, sondern auch den Aufgang des blauen Planeten Erde zu erleben, muss einen Menschen mehr berühren, als alles andere, was uns von „hier unten“ wiederfahren kann. Es war nicht nur ein kleiner Schritt für ihn und ein großer Schritt für die Menschheit. Auch für ihn war es das Erlebnis seines Lebens.

Wir wünschen uns, dass die aktuellen Missionen, etwa die zum Mars, nun endlich ohne jegliches politisches Kalkül und in wirklich friedlicher Absicht, uns Menschen endlich aufzeigt, dass es ein Leben jenseits von Talkshows und Games gibt, ein Leben voll von Abenteuer und grenzenloser Leidenschaft, dass es immer noch Neues zu entdecken gibt. Wir wünschen uns, dass der Forschergeist in jedem von uns neu belebt und mit neuen Gefühlen gefüllt wird.

Danke Neil Armstrong, dass du uns gezeigt hast, dass das Unmögliche eben doch möglich ist. Danke, dass du uns mit deinen Erlebnissen und deinen Erzählungen inspiriert hast.

Nehmen wir seinen Spirit als Beispiel und blicken wir in eine Zukunft, die zu entdecken unsere ureigenste Aufgabe ist. Die Zukunft beginnt heute.



 
 
Letzte Änderung: 09.09.2016 12:35:16
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