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DAS "T" UND DIE "ASTRONAUTEN"

Als die beiden Tastronauten Volker Hein und Marcus Thyssen geboren werden, sieht die Welt um sie herum in etwa so aus: Die 60er Jahre neigen sich dem Ende zu. Die Beatles veröffentlichen "Sgt. Peppers". Die Amerikaner landen (vermutlich) auf dem Mond. Der Moog-Synthesizer findet Einzug in die Musik. Auch in Deutschland beginnt - zunächst auf leisen Sohlen - das Zeitalter der elektronischen Musik.

Egal wie man diese Zeit nun nennt, in nur wenigen Jahren schien die Menschheit neue Türen aufzustoßen. Doch es gab innerhalb der Neuausrichtung sehr gegensätzliche Strömungen: Da waren auf der einen Seite die Technokraten, die ihren Blick auf die Eroberung des Weltraumes richteten, die nach der ersten Herzverpflanzung durch Christiaan Barnard und durch die "friedliche" Nutzung der Atomkraft alles für machbar hielten. Auf der anderen Seite gab es die Idealisten und Träumer, die technische Errungenschaften nahezu gänzlich ablehnten und den Weg "zurück zur Natur" suchten.


SIND ES TÖNE ODER IST DAS SCHON MUSIK?

Der Spagat zwischen Träumerei und technischem Pragmatismus gelang nur wenigen. In der Musik waren es Namen wie Karlheinz Stockhausen, Edgar Froese oder Rolf-Ulrich Kaiser, die für eine neue Musikausrichtung stehen, die sich vom klassischen RockNRoll löst. Die "kosmische Musik" war geboren, Musik, die alle bisherigen Konventionen ablegen und die traditionelle Grenze zwischen Klassik und Rock überwinden sollte. Der Begriff der Musik wurde so weit ausgedehnt, dass z.B. auch Alltagsgeräusche in die Werke einflossen.
Oder natürlich erzeugte Klänge wurden bis zur Unkenntlichkeit verfremdet. Wie etwa Jimi Hendrix, der in seinem "Star Spangled Banner" mit seinen Gitarrensaiten Flugzeuge akustisch zum Absturz brachte.


TASTE GOES KOSMOS

In der elektronischen Musik wurden Klänge dagegen von vornherein künstlich erzeugt. Dadurch hatte die Musik etwas neues, fremdes....wie von einer anderen Welt. Kein Wunder, dass das Genre Science Fiction, das in der Post-Apollo-Phase boomte, sich dieser neuartigen Sounds bediente. Sounds, die die 70er Jahre entscheidend prägten. Neben international bekannten Stars, wie Pink Floyd oder Jean-Michel Jarre, waren es vor allem die Deutschen, die diese Musik voran trieben. Tangerine Dream, Kraftwerk, La Düsseldorf, Neu, Cluster, Klaus Schulze und viele ihrer Mitstreiter experimentierten mit Tönen, die es nie zuvor gegeben hat. Dazu bauten sie um sich herum Synthesizer wie analoge Geschütze auf und schufen eine neue Musik voll kraftvoller, treibender Visionen.


NULL ODER EINS?

Die Digitale Revolution veränderte die Musik erneut. Sounds ließen sich plötzlich in beliebiger Zahl abspeichern, kopieren und weiter verwerten. Schwere E-Pianos, Orgeln und analoge Synthesizer wurden durch tragbare Keyboards ersetzt. Die analogen Geschütze verstummten und mit ihnen ein unvergleichlicher Sound - und: eine unvergleichliche Sounderzeugung.


RETTUNG AUS DEM ALL

Mit den Tastronauten leben diese Sounds wieder auf. Sie machten sich auf die Suche nach den alten analogen Wunderwaffen, bauten sich einen Instrumentenpark auf und tun nun genau das, was man am besten mit diesen alten Instrumenten macht: sie machen Musik damit.
 
 
Letzte Änderung: 09.09.2016 12:35:16
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