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AKAI AX 73
Baujahr 1986

Um ehrlich zu sein: ich habe mir meinen ersten AX73 gekauft, weil er so geil weiß war und weil ihn niemand sonst hatte. Das war die Zeit, in der sich die meisten Synth-Nerds in zwei Lager aufgespalten haben: die Junoisten und die Polysixtanten. Dass der Akai aber so gut klingen würde, das hätte ich ehrlich gesagt nicht vermutet. Warum auch? Akai baute gute Bandmaschinen und alles mögliche Hifi-Zeugs. Und da kommen die plötzlich auf die Idee, auch analoge Synthesizer zu bauen, und das zu einer Zeit, als analog gleich altmodisch war. Denn 1984, als Akai mit dem AX80 um die Ecke bog, läutete der Yamaha DX7 bereits das Ende des analogen Zeitalters ein. 1986, als gerade der AX73 gebaut wurde, machte Akai die Schotten dicht und besann sich wieder auf die High Fidelisten.

Woher die von Akai das Wissen hatten, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber der, von dem sie abgeschrieben haben, der hatte es drauf. Und was Akai dann daraus gemacht hat ... Hut ab. Sechs Stimmen und nur ein VCO pro Stimme verheißen zunächst mal kein Siegertreppchen. Dazu kommt, dass die Benutzeroberfläche sich weniger an den Wünschen von Synth-Schraubern orientierte, als an den Wünschen derer, die den Synthesizer vor allem schön sauber halten wollten. Denn hier stört kaum ein Regler oder Knopf den krankhaften Pflegedrang. Also alles in allem nur schön anzusehen?

Wohl kaum. Denn der AX73 hat einen warmen aber auch durchsetzungsfähigen Sound, der genauso für Flächen, wie auch für böse Leads und Bässe geeignet ist. Wo er die Power herholt ist mir nicht ganz klar aber irgendwie auch egal, wenn ich auf einer weißen Klangwolke dahin dümple. Dass sich mit dem eher exotischen AX73 auch Sounds schrauben lassen, die einem irgendwie bekannt vorkommen, ist nicht verwunderlich, denn Akais Chipslieferant war zu dieser Zeit ein gewisser Doug Curtis, der schon ganz andere Synthesizer mit guten Zutaten versorgt hatte. Die im AX73 verbauten CEM 3394 wurden übrigens auch im Sequential Circuits Sixtrak, dem Max oder auch in den Simmons Drums verbaut.

Einige Besonderheiten beim AX73: er hat interessante Routingmöglichkeiten, z.B. eine extrem flexible Pulsweitenmodulation, der VCF lässt sich durch den VCO modulieren oder der Filtercutoff lässt sich per Bender steuern, während die rechte Hand die Tasten quält. Die Transpose-Funktion finde ich persönlich sehr nützlich. Die Bedienung ist sehr intuitiv und man kommt schnell mit der Matrix klar. Das muss man auch. Denn, anders als etwa beim zeitnahen Konkurrenten, dem Roland JX10, gab es hier nicht mal einen optionalen Programmer.

Die Verarbeitungsqualität ist übrigens hervorragend. Wir haben schon mehrere AX73 in den Händen gehabt, die allesamt technisch einwandfrei waren und sind. Das Gehäuse ist aus dickem Metall und übersteht mühelos jede Kneipenschlägerei.

Lange Rede, kurzer Sinn. Hört und schaut einfach mal rein. Und wenn euch mal einer über den Weg läuft, dann schlagt zu. Denn er ist deutlich seltener, als ein Juno oder ein Polysix.


 
 
Letzte Änderung: 09.09.2016 12:35:16
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