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SEQUENTIAL CIRCUITS Prophet T8
Baujahr 1983

Auf den Propheten waren wir mindestens so scharf, wie auf den Roland Jupiter 8. Doch im Vergleich zum T8 ist der Jupiter noch relativ häufig auf dem Markt zu finden. Der Prophet dagegen wurde nach Aussage von SC-Mitarbeitern damals nur ca. 350 mal gebaut. Er war also schon zum Zeitpunkt seiner Produktion eher eine Seltenheit.

Dabei ist er aus meiner Sicht – und aus Sicht der Entwickler - die Krönung der Schöpfung aus der Schmiede von Sequential Circuits. Und gleichzeitig vielleicht sein Waterloo. Denn der T8 sollte ein Meisterwerk werden und ein würdiger Nachfolger des Prophet 5. So absurd es auch klingen mag, die außergewöhnlichen Fähigkeiten des T8 waren letztlich schuld daran, dass er sich nicht verkaufte. Denn ausgeklügelte Produkte brauchen entsprechend lange Entwicklungszeiten. So erblickte der T8 das Licht der Welt in einer Zeit, in der der Yamaha DX-7 bereits seinen Siegeszug angetreten hatte. Die analoge Klangerzeugung war damit - aus damaliger Sicht - praktisch tot.

Darüber hinaus musste dem gewöhnlichen Synthesizer-Fan aus jener Zeit bei einem Preis von 14.000 DM die Spucke weg bleiben. Nicht ohne Grund wird der Prophet T8 gerne als der Rolls Royce unter den Synthesizern bezeichnet.

Wie gut, dass es auch damals Tastenspieler gab, die sich einen Rolls Royce leisten konnten, wie z.B. Howard Jones, Ultravox oder Tears For Fears. Denn so konnte sich der T8 doch noch durch ein paar legendäre Songs sein eigenes Denkmal setzen.

Zum Synthesizer selbst: Der T8 ist alleine optisch schon ein Leckerbissen. Die edlen Holzseitenteile, die Knöpfe im Chromlook und die außergewöhnliche Breite (ein Jupiter 8 wirkt schmächtig dagegen), lassen ihn mächtig erscheinen. Und so klingt er auch.

Der Sound ist typisch Sequential Circuits. Wir besitzen leider noch keinen Prophet 5. So können wir auch nicht sagen, ob der T8 da mithalten kann. Allerdings fragen wir uns, ob die Entwicklungsabteilung von SC wirklich so lange daran gearbeitet hat, um einen Synthesizer zu bauen, der dünner klingt, als sein Vorgänger.

Was der T8 dem Prophet 5 und vielleicht auch allen anderen Synthesizern voraus hat, das ist die Tastatur, mit der man eine unglaubliche Dynamik erzeugen kann. Es lassen sich viele Parameter über Tastendruck und Anschlaggeschwindigkeit steuern. Der T8 benötigt allerdings eine gewisse Anlaufzeit, um seine Fähigkeiten abschätzen zu können.

Wir konnten ihn vergleichen mit der ebenfalls sehr guten Holz-Tastatur des Yamaha GS-1 und stellten fest, dass vom Spielgefühl her beide in etwa gleich gut sind. Allerdings lassen sich über die Tastatur des Prophet T8 deutlich mehr Parameter steuern, als beim Yamaha.

In punkto Sound haben wir den T8 mit dem Pro One und dem Prophet 600 vergleichen können. Und da wirkte der T8 so, wie man es von ihm erwarten sollte: wie ein Flaggschiff. Was ihm immer wieder angelastet wird, das sind die „Treppchen-Geräusche“ beim Verstellen der Frequenzen. Das hat uns aber weniger gestört. Manchmal lässt sich dieser Effekt sogar sehr gut in den Sound einbauen.

Unser Studio wird er so schnell wohl nicht mehr verlassen. Dafür klingt und spielt er sich einfach zu gut. Außerdem ist er durch seine MIDI-Anschlüsse perfekt als Masterkeyboard einsetzbar. Seine Tastatur ist für Klaviersounds hart genug und für Streicher-, Orgel- oder eben Synthesizer-Sounds weich genug.

Wie dem auch sei: Der Prophet ist mächtig. Lang lebe der Prophet!
 
 
Letzte Änderung: 09.09.2016 12:35:16
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